Mini-Abenteuer. Rad-Wandern in Nordhessen.

Warum in die Ferne schweifen, wenn es so viele schöne Orte in der Nähe zu erkunden gibt? Es gibt einige Gegenden in Deutschland, die gemeinhin unterschätzt werden. Dazu zählt mit Sicherheit auch Nordhessen. Mit Kassel als einziger Großstadt verirren sich nur wenige nicht gebürtige Menschen hier hin. Aber: Es lohnt sich. Egal ob Wanderer*in, Radfahrer*in oder Kulturhungrige*r, dieser Landstrich bietet so einiges. Das wussten auch schon die Gebrüder Grimm. Vor allem sanfte Hügel mit dichten Wäldern zeichnen die Landschaft aus. Nah bei Kassel liegt u. a. der Reinhardswald.

Am vergangenen Wochenende zog es uns mit dem Fahrrad nach Draußen. Geplant war eine Tour von Kassel nach Hofgeismar und wieder zurück und das teilweise über den Reinhardswald-Radweg. Eine Strecke sind ca. 30 km. Für geübte Fahrer*innen ist die Tour locker an einem Tag zu schaffen. Wir wählten eine sehr entspannte Variante mit einer Übernachtung in Hofgeismar.

Eine Sache fehlte uns zu unserem Outdoor-Glück: Fahrradtaschen. Hätten wir nicht gut ausgerüstete Freunde, hätten wir uns mit Rucksäcken abmühen müssen. So konnten wir uns „analog“ Taschen leihen. Mit outdooRent geht das bald auch digital von (Noch-)Nicht-Freund*innen 😉

Mit locker gepackten, wasserdichten 40 l-Fahrradtaschen verließen wir die Großstadt und fuhren zunächst bis Vellmar an der Ahne entlang durch eine Wiesenlandschaft. In Vellmar lud das Café im Ahnepark zu einer ersten Pause ein. Der Park hat eine sehr schöne Skulpturen-Sammlung, u. a. die Skulptur „Stille“, ein riesiges Ohr. Hinter dem Park verläuft der Weg weiter über Feldwege durch Espenau bis Immenhausen. Dort gibt es ein sehr empfehlenswertes Eis-Café am Ortseingang. Nach der Eis-Pause fuhren wir glücklich – leider in die falsche Richtung – weiter und strandeten am Rande des Reinhardswalds. In Immenhausen beginnt der Teil des Reinhardswald-Radwegs, der tatsächlich durch den Wald führt. Da wir aber nach Hofgeismar wollten, mussten wir vor Immenhausen auf den Märchenlandradrundweg wechseln und kamen schließlich im malerischen Fachwerkstädtchen Hofgeismar an. Die Rückfahrt am nächsten Tag war eine sehr ähnliche Strecke. Im Gegensatz zur etwas mühsameren Hinfahrt konnten wir uns zurück aber viel rollen lassen. Es war in jedem Fall sehr schön.

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